Brennerei rot

Schon zwei Generationen vor „uns“, wurde dem „Schnäpsle“ auf dem Knolpershof immer schon Bedeutung zugemessen. Damals hatte der Knolpershof noch kein eigenes Brennrecht. Durch verwandtschaftliche Verhältnisse der damaligen Mithofbesitzerin „Rosi“ durfte diese auf ihrem elterlichen Gut Prestel ebenfalls für den Knolpershof Brände und Spirituosen produzieren.

Damals auf noch spärlichem Brenngerät im Roh-und Feinbrandverfahren ohne Verstärkung wurde vor allem der „Anis“ als Rosis Spezialität gebrannt.

Diese Spezialität wurde dann von „Rosi und Pia“ vor allem beim traditionellen „Weihnachtsgrippele loba“, sowie bei den legendären Namenstagsfeiern, bei denen die alte Stube fast überquillte, angeboten und verkostet.

Nach der Hofübernahme durch unsere Familie im Jahr 1984 machte man sich dann schnell Gedanken, wie man das herrliche Streuobst mit Fast 100 Bäumen noch in klarer Form veredeln könnte.

1990 wurde ein bis dahin noch nicht bestehendes Brennereigebäude gebaut, welches damals schon im Punkto Sauberkeit Maßstäbe setzte. Der Brenn-und Vergärungsraum wurde komplett gekachelt, und schon bereits in den Neunzigern beheizt gestaltet, um auch beim Getreide maischen eine möglichst sauber und korrekte Temperaturführung gewährleisten zu können.

Ebenso entwickelte sich der bis heute legendäre „Gebhard`s Kräuterbrand“, den mein Papa lang akribisch geschmacklich ausgetüftelt hat. Mit über vierzig verschiedenen Kräutern und filigranem Orangen-Zitrusduft betört er jeden Kräuterliebhaber.

Unter anderem haben wir die Kräuterschiene erweitert um einen reinen Sternanis sowie einen Kräuterlikör!

Schon in früher Jugend hat mich mein Vater in die Brennkunst involviert. Viele Stunden haben wir zusammen in und um die Brennerei verbracht und philosophiert, welche Besonderheiten unsere Brände doch haben sollen.

2010 habe ich dann eine Ausbildung zur „staatlichen Fachkraft für Brennereiwesen“ sowie landwirtschaftlicher Erfolg mit sehr gutem Erfolg absolviert.

Die Ausbildung, das erworbene Wissen, die vielen Exkursionen in vielen Spitzenbetrieben der Brennereibranche haben uns inspiriert, unser Destillat und Likörangebot auf mehr als 30 verschiedene saisonal erhältliche Sorten zu erweitern!

Die hohe Anfrage nach Schaubrennveranstaltungen und Verkostungen haben uns zum Nachdenken gebracht, die elterliche Abfindungsbrennerei in eine hochmoderne Verschlussbrennerei mit Maischebereitung umzubauen. Parallel konnten wir unser uriges Wirtshaus zum Brennerwirt in unserem ehemaligen „Holzschuppen“ realisieren. Dort können all unsere saisonal verfügbaren Brände und Liköre seit Oktober 2016 genossen und verkostet werden.

Neben großen Verkostungen in unserem Giebelsaal können auch kleinere Schaubrenn-und Verkostungsveranstaltungen direkt im neuen „ Feinbrandstüble“ gebucht werden, wo Mann und / oder Frau live beim Brennen zusehen, riechen und verkosten kann und hautnah sieht, wie edle Destillate aus der Alkoholvorlage entstehen. Der Duft eines frischen Destillates ist ein Hochgenuss der Sinne! Mit über dreißig verschiedenen Brand-Likör-und Spirituosenspezialitäten ist sicher auch für Ihren Gaumen etwas Ansprechendes mit dabei! Zudem entstehen in unserer neuen Brennerei auch BIO Branntwein aus regional erzeugtem Bioweizen zur Herstellung von Branntweinessig für einen sehr großen regionalen Bio Lebensmittelgroßhändler zur Konservierung von Sauerkonserven sowie Apfelessig und verschiedene Spezialitätenessige für unseren Hofladen! Die Besonderheit an unserer Betriebskonstellation ist, dass wir Ethanol aus regionalem Weizen selbst erzeugen können, sowie die Fermentation zu Essig in unserer neuen Essigfabrik bei uns auf dem Knolpershof realisieren konnten. Alles aus einer Hand transparent ohne große Transportwege war unser Antrieb für das spannende Thema „Alkohol und Essig“ !


 

Öffnungszeiten

Mittwoch – Freitag ab 17 Uhr
Samstags ab 15 Uhr schon mit Kaffee und Kuchen
Sonntags ab 11Uhr

 

Kontakt

„Zum Brennerwirt“

Engetsweiler 2
88239 Neuravensburg

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Telefon: 07528/ 9751672